Spontangedanken

Habe gerade folgenden Post auf Facebook von Taff (Pro7) gesehen und muss mich jetzt einmal darüber auskotzen.

Ja, super, springt alle auf diesen Arbeit-ist-so-scheiße-Zug auf. Macht das. Und dann fahrt ihr ungefähr zwei Minuten mit bis euch auffällt, dass ihr das irgendwie doch nicht so gemeint habt und doch lieber in eurem alten, sicheren, gemütlichen Leben bleiben wollt. Kurz denkt man mal darüber nach, sieht das Bild auf facebook, nickt dazu mit dem Handy in der Hand, vielleicht liked man es, vielleicht verlinkt man sogar jemanden drunter, und innerhalb von 5 Minuten ist es vergessen und man denkt einfach nicht weiter darüber nach. Man hat diesen Impuls, aber man macht nichts, weil man instinktiv weiß, dass das nur zu "Problemen" führt und man dafür über seinen eigenen Schatten springen muss. Dass man dann was verändern muss, wenn man weiter darüber nachdenkt. Was loslassen muss. Das können wir Menschen ja wirklich wunderbar. Wir sind ein Volk der Unsicherheiten und nichts lenkt uns so sehr wie Ängste.

Ich will jetzt gar keine Moralpredigten halten oder sowas, ich selbst schließe mich da nicht von aus. Aber ich wollte es nur mal gesagt haben. Man sollte sich bei jeder Entscheidung die beiden Ultimaten stellen: Handle gerade ich aus Angst, oder aus Liebe? Eigentlich nicht schwer, aber schwer genug, dass wir nach dem ersten Fehlschlag gleich aufgeben, weil wir merken, dass dieses "sich verändern/sein Leben verändern" halt einfach super anstrengend und manchmal auch richtig ätzend ist. Aber so ist das nun mal. Sich selbst zu reflektieren kann manchmal richtig unschöne Sachen an den Tag bringen, das weiß ich, aber man muss lernen der Wahrheit einfach ins Angesicht zu blicken und sich selbst treu zu bleiben.

Gut, ein bisschen vom Thema abgeschweift. Und die ursprüngliche Moral von der Geschicht: Man sollte Zitatebildchen nicht nur konsumieren, sondern über sienachdenken.

Alles Liebe

Eure Bella

1 Kommentar:

  1. gut gesprochen. wie gut, dass ich arbeite, weil mir mein job spaß macht. aber damit bin ich vermutlich auch ziemlich privilegiert...
    liebe grüße,
    jule*

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